Warum am Anfang eine Analyse steht
Die meisten Betriebe wissen ungefähr, wo es hakt. «Die Auftragsbestätigungen fressen den halben Morgen.» «Beim Wareneingang stapelt sich das Papier.» «Die Zollpapiere macht genau eine Person, und wenn die in den Ferien ist, steht alles.» Was fehlt, ist selten das Bauchgefühl. Es fehlen Zahlen und eine Reihenfolge.
Ohne diese Grundlage wird Automatisierung teuer. Man baut etwas für den Ablauf, über den am lautesten geklagt wird, und übersieht den stilleren daneben, der dreimal so oft vorkommt. Oder man automatisiert einen Arbeitsschritt, den es in dieser Form gar nicht bräuchte. Dann ist der Umweg am Ende schneller – aber er ist immer noch da.
Was wir uns ansehen
- Wie ein Vorgang tatsächlich durch Ihr Haus läuft, von der ersten E-Mail bis zur abgelegten Rechnung – nicht, wie er im Handbuch steht.
- An welchen Stellen dieselben Angaben ein zweites oder drittes Mal von Hand erfasst werden.
- Wo auf jemanden gewartet wird, und wie lange dieses Warten im Schnitt dauert.
- Welche Arbeitsschritte nur deshalb existieren, weil ein Programm etwas nicht liefert.
- Was passiert, wenn ein Fehler passiert: Wer merkt es, wann merkt er es, und was kostet die Korrektur.
- Wie oft ein Vorgang vorkommt und wie lange er dauert. Das ist die Zahl, an der sich später jede Massnahme messen lassen muss.
Wie wir dabei vorgehen
Wir sprechen zuerst mit den Menschen, welche die Arbeit tatsächlich machen – nicht nur mit der Geschäftsleitung. Der Unterschied zwischen beiden Schilderungen ist oft schon der halbe Befund. Danach schauen wir am Arbeitsplatz zu, wie ein Vorgang wirklich abläuft, und lassen uns die Stellen zeigen, an denen improvisiert wird: die Excel-Liste neben dem System, der Ordner mit den Ausdrucken, die Notiz am Bildschirmrand. Zum Schluss holen wir aus Ihren Systemen die Mengen: wie viele Bestellungen, wie viele Positionen, wie viele Rückfragen, in welchem Zeitraum.
Für einen kleineren Betrieb sind das ein bis zwei Tage vor Ort, für einen grösseren entsprechend mehr. Ihre Leute müssen dafür nichts vorbereiten und keine Unterlagen erstellen.
Was Sie am Ende in der Hand halten
Einen schriftlichen Bericht, verständlich geschrieben, mit diesen Teilen:
- eine Übersicht der untersuchten Abläufe in einfacher Sprache, so dass auch jemand sie versteht, der nicht täglich damit arbeitet;
- die gefundenen Zeitfresser, jeder mit einer nachvollziehbaren Schätzung, wie viel Arbeitszeit er im Jahr bindet – mit offengelegter Rechnung, damit Sie unsere Annahmen prüfen können;
- konkrete Massnahmen, jede mit Aufwand, erwartetem Nutzen und den Voraussetzungen, die es dafür bräuchte;
- eine Reihenfolge: was zuerst, was später, was aus unserer Sicht gar nicht;
- eine Einschätzung, welche Massnahmen Sie ohne fremde Hilfe selbst umsetzen können.
Der Bericht gehört Ihnen. Sie dürfen ihn intern verwenden, weiterreichen und auch einem anderen Anbieter vorlegen. Wir binden daran keine Bedingungen.
In welchen Bereichen wir suchen
Wir nehmen selten den ganzen Betrieb auf einmal, sondern die Bereiche, in denen es Sie am meisten drückt. Am häufigsten sind das:
- Einkauf – Bestellungen auslösen, Auftragsbestätigungen prüfen, Termine nachhalten, Rückfragen an Lieferanten, Preise und Konditionen pflegen.
- Verkauf – Anfragen erfassen, Offerten erstellen, Aufträge anlegen, nachfassen.
- Logistik – Wareneingang buchen, Lieferscheine erstellen, Beanstandungen festhalten und weitergeben, Retouren abwickeln.
- Produktion – Papier, das mitläuft, Rückmeldungen aus der Fertigung, Planung, die in einer Datei neben dem System lebt.
- Verzollung – Zolldokumente vorbereiten, Ursprungsnachweise einholen und ablegen, Tarifnummern pflegen, Fristen überwachen.
- Marketing – wiederkehrender Versand, Auswertungen, Inhalte, die jedes Mal von Hand zusammengetragen werden.
Wann sich eine Analyse nicht lohnt
Wenn Sie genau ein klar umrissenes Ärgernis haben und bereits wissen, wie die Lösung aussehen soll, sparen Sie sich die Analyse. Dann sprechen wir gleich über die Umsetzung. Sinnvoll wird sie, wenn mehrere Bereiche betroffen sind, wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, oder wenn Sie eine Zahl brauchen, mit der Sie eine Investition intern begründen können.
Was uns oft gefragt wird
Wie lange dauert die Analyse?
Für einen kleineren Betrieb rechnen wir mit ein bis zwei Tagen vor Ort, dazu einige Tage für Auswertung und Bericht. Sie haben das Ergebnis in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen nach dem Termin auf dem Tisch.
Wie viel Zeit kostet uns das im eigenen Haus?
Pro Ablauf, den wir untersuchen, ein Gespräch von etwa einer Stunde mit der Person, die ihn ausführt, und die Möglichkeit, ihr eine Weile zuzusehen. Vorbereiten müssen Sie nichts. Wenn Auswertungen aus Ihrem System nötig sind, sagen wir Ihnen genau, welche.
Bekommen wir auch Massnahmen, die nichts kosten?
Ja, und die stehen bewusst zuoberst. Ein guter Teil der gefundenen Zeitfresser lässt sich mit einer geänderten Reihenfolge, einer klaren Zuständigkeit oder einer Einstellung im vorhandenen System beheben. Solche Massnahmen empfehlen wir auch dann, wenn für uns nichts dabei herausspringt.
Was, wenn Sie nichts Nennenswertes finden?
Dann steht das so im Bericht, und Sie haben die Sicherheit, dass Ihre Abläufe tragen. Das kommt vor, häufiger als man denkt bei Betrieben, die schon einmal aufgeräumt haben. Wir erfinden keinen Handlungsbedarf, um ein Folgeprojekt zu verkaufen.
Was passiert mit unseren Daten und Unterlagen?
Was wir währenddessen sehen, bleibt bei uns. Wir nehmen nur mit, was für die Auswertung nötig ist, und geben oder löschen es nach Abschluss zurück. Wenn Sie eine Geheimhaltungsvereinbarung brauchen, unterschreiben wir die vor dem ersten Termin.
Ist der Preis der Analyse verloren, wenn wir danach nichts umsetzen?
Sie haben in jedem Fall den Bericht, und den dürfen Sie uneingeschränkt verwenden. Entscheiden Sie sich für eine Umsetzung bei uns, rechnen wir den Betrag voll an.
Reden wir darüber, wo Zeit liegen bleibt.
Erstgespräch kostenlos und unverbindlich. Die Prozessanalyse kostet CHF 1'500 zum Festpreis und wird bei Beauftragung angerechnet.
