Warum Verzollung so viel Zeit kostet
Wer Waren ein- und ausführt, kennt das: Für jede Sendung müssen Handelsrechnung, Tarifnummern, Ursprungsangaben und Gewichte stimmen. Die Angaben dazu sind meist irgendwo vorhanden – im ERP, in einer Excel-Liste, in einer alten E-Mail des Lieferanten –, aber selten an einem Ort. Also werden sie jedes Mal neu zusammengesucht und von Hand übertragen.
Hinzu kommt, dass das Zollwissen im Betrieb häufig bei einer einzigen Person liegt. Ist sie in den Ferien oder verlässt sie das Unternehmen, stockt der Export. Und Fehler bei der Verzollung fallen oft erst Monate später auf – bei einer Nachprüfung, einer Rückfrage des Kunden oder einer Nachforderung.
Wobei wir Ihnen helfen
- Tarifierung und Stammdaten – Zolltarifnummern, Ursprungsland und Präferenzursprung sauber am Artikel hinterlegen, statt sie für jede Sendung zu suchen.
- Lieferantenerklärungen – Langzeit-Lieferantenerklärungen einholen, nachfassen, ablegen und Ablaufdaten überwachen.
- Ursprungsnachweise – Warenverkehrsbescheinigungen EUR.1 und Ursprungserklärungen auf der Rechnung vorbereiten; prüfen, ob die Ursprungsregeln erfüllt sind.
- Zolldokumente – Handelsrechnungen, Packlisten und Ausfuhrunterlagen aus den vorhandenen Auftrags- und Artikeldaten vorbefüllen, statt sie neu zu tippen.
- Nachweise und Ablage – Veranlagungsverfügungen und Ausfuhrnachweise den Aufträgen zuordnen, vollständig ablegen und für Buchhaltung und Mehrwertsteuer bereitstellen.
- Abstimmung mit dem Spediteur – vollständige Unterlagen zur richtigen Zeit, damit Sendungen nicht an der Grenze warten.
Drei Wege, wie wir unterstützen
Zollprozesse analysieren
Wir nehmen Ihre Zollabwicklung auf, zeigen Lücken und Zeitfresser und schlagen eine Reihenfolge für die Verbesserung vor.
Zur ProzessanalyseZollabwicklung automatisieren
Zolldokumente aus Ihren Daten erzeugen, Nachweise automatisch zuordnen, Fristen überwachen lassen.
Zur AutomatisierungZollaufgaben übernehmen
Lieferantenerklärungen, Stammdatenpflege, Dokumentenvorbereitung: Wir erledigen die wiederkehrende Arbeit für Sie.
Zur Übernahme von AufgabenUmstellung auf Passar
Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) löst die bisherige Anwendung e-dec schrittweise durch das neue Warenverkehrssystem Passar ab; die Ausfuhr läuft bereits darüber, die Einfuhr wird in Etappen umgestellt. Für Unternehmen ist das ein guter Anlass, Artikelstammdaten, Zuständigkeiten und Abläufe rund um den Zoll zu überprüfen. Welche Schritte für Ihre Geschäftsfälle nötig sind, klären Sie mit Ihrem Spediteur oder Softwareanbieter – wir sorgen dafür, dass die Daten und Abläufe im eigenen Haus dazu passen.
Zoll zwischen der Schweiz, der EU und Deutschland
Seit Anfang 2024 erhebt die Schweiz auf die Einfuhr von Industrieprodukten keine Zölle mehr. Die Einfuhr bleibt aber anmelde- und mehrwertsteuerpflichtig, und für Ihre Kunden im Ausland entscheidet der Ursprungsnachweis weiterhin darüber, ob sie Zoll bezahlen. Sauber gepflegte Ursprungsangaben und Lieferantenerklärungen sind deshalb vor allem im Export bares Geld wert – für Sie und für Ihre Kunden.
Was wir nicht sind
Wir sind keine Zollagentur und keine Spedition. Die Zollanmeldung selbst geben weiterhin Sie oder Ihr Spediteur ab. Wir erteilen keine verbindlichen Rechtsauskünfte: Eine verbindliche Tarifauskunft erteilt das BAZG, und für zollrechtliche Streitfragen ziehen Sie eine Fachperson bei. Unsere Aufgabe ist der Ablauf dahinter – dass die richtigen Angaben zur richtigen Zeit vollständig vorliegen, ohne dass jemand sie jedes Mal zusammensuchen muss.
Was uns oft gefragt wird
Übernehmen Sie die Zollanmeldung?
Nein. Die Zollanmeldung geben Sie selbst oder Ihr Spediteur ab. Wir bereiten die Daten und Unterlagen dafür vor, pflegen Stammdaten, holen Nachweise ein und sorgen für eine vollständige Ablage.
Können Sie Lieferantenerklärungen für uns einholen?
Ja. Wir fragen die Erklärungen bei Ihren Lieferanten an, fassen nach, prüfen sie auf Vollständigkeit, legen sie ab und melden rechtzeitig, wenn eine Erklärung ausläuft.
Lohnt sich das bei wenigen Sendungen pro Monat?
Gerade dann ist die Übernahme einzelner Aufgaben oft sinnvoller als eine Automatisierung: Bei wenigen Sendungen fehlt im Betrieb häufig die Routine, und Fehler werden teuer. Wir besprechen im Erstgespräch, was in Ihrem Fall passt.
Helfen Sie auch bei Einfuhren aus Asien oder Exporten ausserhalb Europas?
Bei den Abläufen im eigenen Haus ja – Daten, Dokumente, Nachweise und Fristen sehen im Grundsatz überall ähnlich aus. Für die länderspezifischen Vorschriften im Zielland arbeiten Sie weiterhin mit Ihrem Spediteur oder einer Fachperson zusammen.
Reden wir darüber, wo Zeit liegen bleibt.
Erstgespräch kostenlos und unverbindlich. Die Prozessanalyse kostet CHF 1'500 zum Festpreis und wird bei Beauftragung angerechnet.